Biliäres Karzinom – was ist das?
Biliäres Karzinom steht für Gallenblasenkrebs und Gallengangskrebs. Das sind Erkrankungen, die ihren Ursprung in den Zellen der Gallenblase oder der Gallengänge haben. Sie entstehen, wenn ursprünglich gesunde Zellen unkontrolliert wachsen. Diese können zu Krebszellen werden und gesundes Gewebe verdrängen und zerstören. Im medizinischen Sprachgebrauch wird Krebs häufig auch als Tumor bezeichnet.
Breiten sich die Krebszellen von der Gallenblase oder den Gallengängen über die Lymph- und Blutbahnen in andere Körperbereiche aus, spricht man von metastasiertem Krebs.
Der Begriff biliär bedeutet «die Galle oder die Gallenwege betreffend». Die Abkürzung für biliäres Karzinom lautet BTC.
Aufgaben der Gallenblase und der Gallengänge
Die Gallenblase ist ein kleines, birnenförmiges Organ im rechten Bauchraum. In ihr wird die von der Leber produzierte Gallenflüssigkeit (Gallensaft) gespeichert, eingedickt und an den Darm abgegeben. Gallensaft hilft dem Körper, Fette zu verdauen und bestimmte Abfallstoffe auszuscheiden.
In der Leber verlaufen zahlreiche kleine Gallengänge, die sich zu zwei grösseren Hauptgängen – dem rechten und dem linken Gallengang – vereinigen. Durch diese Gallengänge wird die Gallenflüssigkeit transportiert. Die beiden Hauptgänge verbinden sich ausserhalb der Leber zu einem gemeinsamen Gallengang, der in den Dünndarm führt.
Bei einem biliären Karzinom kann der Gallenfluss gestört sein, weil ein Tumor die Gallengänge verengt oder blockiert.
Illustration von Leber, Gallenblase und benachbarten Organe
