COVID-19 und Morbus Bechterew

Aktualisiert am
11. April 2022
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Brigitte Reinhart
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Dr. rer. nat. Brigitte Reinhart
Die Erkrankung Morbus Bechterew an sich birgt kein erhöhtes Risiko für eine Ansteckung oder Komplikationen im Zusammenhang mit COVID-19. Dennoch führt die Dauerpräsenz des Virus mit all seinen Varianten zu Unsicherheiten und Fragen. Dieser Beitrag fasst in Worten und in einem kurzen Video zusammen, was Morbus-Bechterew-Betroffene tun können, um sich vor dem Coronavirus zu schützen und was Experten im Fall einer Infektion empfehlen.
Coronavirus

Sind Sie von Morbus Bechterew betroffen? Dann sollten Sie wissen, dass Sie nicht automatisch ein erhöhtes COVID-19 Erkrankungs- oder Komplikationsrisiko haben. Wenn Sie bestimmte Kriterien erfüllen, zählen Sie zur Risikogruppe.

Kriterien für ein erhöhtes COVID-19-Erkrankungs- oder Komplikationsrisiko
  • Alter >65 Jahre
  • Einnahme von Immunsuppressiva (insbesondere TNF-Hemmer und Interleukin-17-Hemmer)
  • Bluthochdruck
  • Diabetes mellitus Typ 2
  • chronische Atemwegserkrankungen: Emphysem, COPD, Lungenfibrose und Asthma, das unter Therapie mit Inhalativa in mittlerer Dosierung in Ruhe und Belastung nicht symptomfrei ist
  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • Krebs.
Video: Vorsichtsmassnahmen bei Morbus Bechterew und COVID-19

Das Coronavirus, jede neue Virusvariante und die schwankenden, teilweise hohen Ansteckungszahlen führen bei vielen Menschen zu Beunruhigung - bei Personen mit einem geschwächten Immunsystem oder Vorerkrankungen besonders. Die Schweizerische Vereinigung Morbus Bechterew hat die häufigsten Fragen von Morbus Bechterew-Betroffenen unter Einbezug von Experten im folgenden Erklärvideo beantwortet.

Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) veröffentlicht regelmässig aktuelle Informationen zur Situation in der Schweiz. Auf der Website des BAG finden Sie auch weitere Informationen für besonders gefährdete Personen.

Der Name «Morbus Bechterew»

In der Medizin ist es üblich, Erkrankungen nach ihrem Erstbeschreiber zu benennen. So wurde auch die durch eine Autoimmunerkrankung vermittelte Entzündung der Wirbelsäule nach dem russischen Neurologen und Psychiater Wladimir Bechterew als Morbus (lateinisch: «Krankheit») Bechterew benannt. Die medizinisch-wissenschaftliche Bezeichnung lautet heute jedoch «ankylosierende Spondylitis» bzw. «Spondylitis ankylosans» (verbiegende/versteifende) Wirbelentzündung.

Facts Subtitle
WUSSTEN SIE, DASS...
  • in der Schweiz rund 80'000 Menschen von Morbus Bechterew betroffen sind?
  • die Krankheit meist zwischen dem 15. und 30. Lebensjahr ausbricht?
  • nur ein Bruchteil der Betroffenen diagnostiziert ist, da es von den ersten Symptomen bis zur Diagnosestellung im Durchschnitt rund 6 Jahre dauert?

Auf unserer Website finden Sie noch viel mehr Wissen über Morbus Bechterew und das Leben mit der Erkrankung. Und in unserem Magazin veröffentlichen wir regelmässig Beiträge zu vielfältigen Gesundheitsthemen. 

Wenn Sie mögen, sehen Sie sich um. Wir wünschen Ihnen eine gute Lektüre.

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Brigitte Reinhart
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Dr. rer. nat. Brigitte Reinhart
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Medical Services Manager, MSD Schweiz

Brigitte Reinhart ist ausgebildete Molekularbiologin und Gentechnologin. Sie ist sehr erfahren in angewandter medizinischer Forschung und arbeitet seit mehr als 15 Jahren in medizinischen Abteilungen grosser pharmazeutischer Unternehmen. Als Medical Services Manager von MSD stellt sie die Qualität und Richtigkeit der hier veröffentlichten Inhalte sicher.

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