Rheumatoide Arthritis – Ursachen und Vorbeugung

Rheumatoide Arthritis ist eine Autoimmunerkrankung. Das bedeutet, dass das Immunsystem gestört ist und fälschlicherweise körpereigenes Gewebe angreift, was zur Entzündung der Gelenke führt. Aber warum geschieht das? Kann man einer Erkrankung vorbeugen? Auf dieser Seite finden Sie Antworten auf diese Fragen.

 

Aktualisiert am 25.9.2020 I 5 Minuten Lesezeit

Autoimmunerkrankungen sind ein Rätsel. Wissenschaftler auf der ganzen Welt erforschen, warum sich das Immunsystem selbst einschaltet und gesundes Gewebe zerstört. Die Ursachen dieser Fehlsteuerung des Immunsystems sind bis heute nicht bekannt. Es wird angenommen, dass eine Kombination aus verschiedenen Faktoren dazu führt.


Faktoren, die eine rheumatoide Arthritis auslösen können:
 

Genetische Veranlagung

Offenbar gibt es eine genetische Veranlagung für die rheumatoide Arthritis. Sie tritt beispielsweise bei eineiigen Zwillingen und in einigen Familien häufiger auf.
 

Hormone

Auch Hormone scheinen bei der rheumatoiden Arthritis eine Rolle zu spielen. Dafür spricht, dass Frauen rund 3 Mal häufiger betroffen sind als Männer und dass die Erkrankung in der Schwangerschaft bei den meisten betroffenen Frauen weniger stark ausgeprägt ist.
 

Rauchen

Rauchen begünstigt die Entstehung der rheumatoiden Arthritis und verschlechtert den Krankheitsverlauf nachhaltig.
 

Weitere, grösstenteils nicht bekannte Faktoren:

Es gibt weitere, grösstenteils nicht bekannte Faktoren, die mit dem Ausbruch der rheumatoiden Arthritis in Verbindung stehen könnten. So ist nicht ganz klar, ob auch die Ernährung und Umweltfaktoren eine Rolle spielen.

Kennen Sie die Funktion unseres Immunsystems?

Das Immunsystem schützt unseren Körper vor Krankheitserregern. Es wird auch als körpereigene Abwehr, Abwehrsystem oder Immunabwehr bezeichnet. Bei einer Autoimmunerkrankung stuft das Immunsystem körpereigene, gesunde Zellen irrtümlich als fremd ein und bekämpft sie. Das nennt man Autoimmunreaktion.

Möglichkeiten, einer rheumatoiden Arthritis vorzubeugen

Was eine rheumatoide Arthritis auslöst, ist bis heute nicht abschliessend geklärt. Deshalb lässt sich nicht genau sagen, welche vorbeugenden Massnahmen man treffen kann. Als sicher gilt jedoch: Wer vorbeugen möchte, sollte mit dem Rauchen aufhören oder gar nicht erst anfangen. Raucher haben ein höheres Risiko, eine rheumatoide Arthritis zu entwickeln, als Nichtraucher.

Zusätzlich gibt es Möglichkeiten, wie Sie Ihren Körper vor schädlichen Umwelteinflüssen schützen und gleichzeitig Ihr Immunsystem stärken können.
 

10 Tipps wie Sie Ihr Immunsystem stärken können: 

  1. Waschen Sie sich häufig die Hände und halten Sie sich an aktuelle Hygiene- und Verhaltensempfehlungen.
  2. Bewegen Sie sich regelmässig und treiben Sie idealerweise 2-3 Mal pro Woche mindestens 30 Minuten Sport.
  3. Essen Sie möglichst gesund. Lieber Früchte, Gemüse und Vollkornprodukte als Fettiges, Fast Food und Süssigkeiten.
  4. Trinken Sie mindestens 2 Liter Flüssigkeit am Tag, am besten ungesüsste Getränke wie z. B. Wasser oder Tee.
  5. Schlafen Sie gut und ausreichend.
  6. Vermeiden Sie Stress und Überanstrengung.
  7. Prüfen Sie Ihren Impfstatus und besprechen Sie diesen mit Ihrem Hausarzt.
  8. Verzichten Sie möglichst auf Alkohol und Zigaretten.
  9. Halten Sie ein gesundes Körpergewicht.
  10. Denken Sie daran: besonders im Winter braucht Ihr Körper Sonnenlicht und Vitamin D.

Medizinisch geprüft von Daniel Koch, Senior Specialist Medical Affairs, MSD Schweiz

Daniel Koch ist seit über 35 Jahren in verschiedenen Positionen in der Pharmabranche tätig, davon seit 30 Jahren bei MSD. Seit 2011 arbeitet er als Senior Specialist Medical Affairs im Bereich der Immunologie mit den dazugehörigen chronisch entzündlichen Erkrankungen axiale Spondyloarthritis, rheumatoide Arthritis und Psoriasis Arthritis.

 


CH-NON-00024; 09/2020

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