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Autoimmunerkrankungen

Egal ob Colitis ulcerosa, rheumatoide Arthritis oder Morbus Bechterew - hinter all diesen Erkrankungen verbirgt sich eine chronische Entzündung. Doch was genau ist der Unterschied zwischen einer akuten Entzündung und einer chronischen Entzündung?

Dieses Erklärvideo zeigt Ihnen leicht verständlich, wie eine chronische Entzündung entsteht.

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Was ist eine Autoimmunerkrankung?

Bei einer Autoimmunerkrankung handelt es sich um eine Fehlfunktion des Immunsystems, bei der der Körper eigenes Gewebe angreift. Was eine Autoimmunerkrankung genau auslöst, ist bislang nicht bekannt. Je nach Erkrankung und betroffenen Körperteilen können die Symptome unterschiedlich ausfallen. Zur Überprüfung, ob es sich um eine Autoimmunerkrankung handelt, werden häufig verschiedene Bluttests durchgeführt. Die anschliessende Behandlung hängt von der Art der Autoimmunerkrankung ab. Oft werden Medikamente verabreicht, die die Aktivität des Immunsystems unterdrücken (Immunsuppressiva).

Das Immunsystem verteidigt den Körper gegen das, was er als fremd wahrnimmt, oder gegen gefährliche Substanzen. Zu solchen Substanzen zählen unter anderem Parasiten (z. B. Würmer), bestimmte Krebszellen und sogar transplantierte Organe und Gewebe. Diese Substanzen haben Moleküle, die das Immunsystem erkennen kann, und die eine Reaktion des Immunsystems hervorrufen können. Diese Moleküle werden auch als Antigene bezeichnet. Antigene können sich in einer Zelle oder auf deren Oberfläche befinden (z. B. Bakterien oder Krebszellen) oder Bestandteil eines Virus sein. Einige Antigene, wie Pollen oder Nahrungsmoleküle, können für sich selbst bestehen.

Körpereigene Gewebezellen können Antigene haben. In der Regel reagiert das Immunsystem nur auf Antigene von fremden oder gefährlichen Substanzen, nicht aber auf Antigene körpereigener Gewebe. Manchmal jedoch kann das Immunsystem auch fehlerhaft arbeiten und Antigene körpereigener Gewebe als fremd erkennen und dagegen Antikörper (sog. Autoantikörper) oder Immunzellen herstellen, die gegen bestimmte Zellen oder Gewebe des eigenen Körpers gerichtet sind und diese angreifen. Diese Immunantwort wird auch als Autoimmunreaktion bezeichnet. Sie führt zu Entzündungen und Gewebeschäden. Solche Vorgänge können eine Autoimmunerkrankung begründen. Viele Personen produzieren jedoch nur kleinste Mengen von Autoantikörpern, sodass keine Autoimmunerkrankung zustande kommt.

Es gibt viele verschiedene Autoimmunerkrankungen. Zu den häufiger auftretenden Autoimmunerkrankungen gehören unter anderem die Basedow-Krankheit, rheumatoide Arthritis, Hashimoto-Thyroiditis, Typ-I-Diabetes, der systemische Lupus erythematodes („Lupus“) und die Vaskulitis. Weitere Erkrankungen, von denen man annimmt, dass auch sie zu den Autoimmunerkrankungen gehören, sind u. a. die Addison-Krankheit, Polymyositis, das Sjögren-Syndrom, progressive systemische Sklerose, viele Fälle von Glomerulonephritis (Nierenentzündung) und einige Formen von Unfruchtbarkeit.

CH-NON-00023; 09/2019

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