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Fast jeder trägt das Risiko in sich, an Gürtelrose zu erkranken.

Wichtige Informationen zu Gürtelrose und wie man sie vermeidet.

Ursachen einer Gürtelrose

Das Virus schlummert oft schon lange im Körper

People
Die Gürtelrose betrifft vor allem ältere Menschen.
Chicken pox
An Herpes Zoster können alle erkranken, welche die Windpocken - Infektion durchlebt haben.
Elderly person
Und dies oft erst Jahrzehnte später und zumeist dann, wenn das Immunsystem schwächelt.
Frame

Herpes Zoster wird nur durch die Reaktivierung des körpereigenen Windpocken Virus verursacht. Der Kontakt mit jemanden, der an Gürtelrose erkrankt ist, hat keinen Einfluss auf die eigene Reaktivierung des Windpocken-Virus.

Allerdings können sich Menschen, die noch nie an Windpocken erkrankt sind, an einer Herpes Zoster-Blase mit Windpocken anstecken.

Symptome der Gürtelrose

Die Gürtelrose erkennen

Leider heilt eine Gürtelrose nicht immer ohne Folgen aus. Sowohl Infektionen der betroffenen Hautstelle mit Bakterien als auch Narben sind möglich.

Eine Gürtelrose tritt meist am Oberkörper auf, kann aber auch an anderen Körperstellen wie beispielsweise am Hals, im Gesicht auftreten.

  • Unspezifische Vorboten: Schmerzen, Brennen, Juckreiz und Missempfindungen an einer Körperstelle
  • Typisches Symptom: Streifenförmiger (gürtelförmiger) Hautausschlag - meist nur auf einer Körperseite
  • Mögliche Begleiterscheinungen: Fieber, allgemeines Unwohlsein sowie geschwollene Lymphknoten
  • Nach einigen Tagen: Kleine, stecknadelgrosse Bläschen
  • Nach 7-10 Tagen: Verkrustung der Bläschen mit anschließender Abheilung

Folgen und Komplikationen

Leider heilt eine Gürtelrose nicht immer ohne Folgen aus

Sowohl Infektionen der betroffenen Hautstelle mit Bakterien als auch Narben (nach Abheilung der Bläschen) sind möglich. Tritt die Gürtelrose im Gesicht oder an den Augen auf, können Erblindung, Hörverlust oder vorübergehenden Lähmungen nicht ausgeschlossen werden.

Die häufigste Komplikation der Gürtelrose ist die postherpetische Neuralgie: Nach der Akutphase treten hier starke, nahezu chronische Schmerzen auf, die über Monate bis Jahre bestehen. Die postherpetische Neuralgie ist nur schwer behandelbar und kann die Lebensqualität beeinträchtigen.

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Insgesamt leiden 10 bis 30 Prozent der Zosterpatientinnen und -patienten an einer postherpetischen Neuralgie.

Behandlung der Gürtelrose

Rechtzeitig zum Arzt

Die Therapie des Zosters und der postherpetischen Neuralgie ist schwierig und komplex, insbesondere bei älteren Patientinnen und Patienten mit chronischen Krankheiten.

Medical bag
Wer erste Symptome eines Herpes Zoster vermutet, sollte rasch einen Arzt aufsuchen.
Pills
Der Arzt kann antivirale Medikamente verordnen, die eine raschere Abheilung der Hautveränderungen bewirken.
Antiseptic cream
Mit juckreizstillenden Lotionen, welche antiseptisch und austrocknend wirken, lassen sich die Bläschen lokal gut behandeln.
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72 hours

Wichtig dabei:

Die Behandlung mit antiviralen Medikamenten sollte innerhalb von 72 Stunden beginnen.

Behandlung der Gürtelrose

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Eine Impfung kann schützen

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Vor allem wenn man sich bereits im mittleren bis hohen Lebensalter befindet oder zu einer Risikogruppe gehört (Patientinnen und Patienten mit Diabetes, COPD, Asthma oder Depression), kann eine Impfung angebracht sein.

Die Impfung wird zurzeit von den Krankenkassen über die Zusatzversicherung ganzheitlich oder teilweise rückvergütet.

 

Informationen zu Herpes Zoster (Gürtelrose)

Informationen zu Herpes Zoster (Gürtelrose)
Informationen zu Herpes Zoster (Gürtelrose)

Empfehlungen des Bundesamtes für Gesundheit (BAG)

Impfempfehlungen des BAG gegen Gürtelrose

Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) empfiehlt die Impfung gegen Herpes Zoster (Gürtelrose) für Personen ab 65 bis 79 Jahren sowie für in naher Zukunft immungeschwächte Patientinnen und Patienten im Alter von 50 bis 79 Jahren und hat die Impfung 2018 in den vom BAG publizierten Schweizerischen Impfplan aufgenommen.

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Häufig gestellte Fragen und Antworten zur Gürtelrose

Was ist Gürtelrose?

Herpes Zoster (Gürtelrose) ist eine schmerzhafte Krankheit, welche die Nerven und die umliegenden Hautareale des Körpers befällt. Herpes Zoster wird vom selben Virus, das Windpocken auslöst, verursacht.

Nach einer Windpocken-Erkrankung bleibt das Virus in einem ruhenden Status im Nervensystem im Körper. Es kann jederzeit reaktiviert werden und Gürtelrose auslösen. 95 Prozent der Erwachsenen hatten Windpocken. Sie tragen das Virus, das Gürtelrose verursacht, in sich und können die Krankheit entwickeln. Das Virus tritt häufiger bei Menschen im Alter von über 50 Jahren auf. Gürtelrose kann bei immunsupprimierten Menschen mehrmals auftreten.

Die Gefahr an Gürtelrose zu erkranken nimmt mit steigendem Alter zu. Dies aufgrund der natürlichen, altersbedingten Schwächung des Immunsystems. Die Chancen stehen 1 zu 4, einmal im Leben Gürtelrose zu bekommen. In der Schweiz gibt es jährlich ungefähr 30‘000 Fälle von Gürtelrose.

Herpes Zoster (Gürtelrose) kann mit milden oder sehr starken Symptomen erscheinen. Es ist schwierig vorauszusagen, wie stark sich die Gürtelrose entwickelt. Typischerweise kommt es zu einem Ausschlag auf einer Hälfte des Körpers, oft am Oberkörper, Kopf und Hals oder um die Augen. Der Ausschlag verwandelt sich in schmerzhafte, mit Flüssigkeit gefüllte Blasen, die platzen, verkrusten und dann nach einigen Wochen heilen.

Herpes Zoster ist nicht nur ein Ausschlag. Die meisten Menschen leiden unter brennenden, stechenden Schmerzen im Bereich des Ausschlags. Diese Schmerzen können konstant oder zeitweise (z.B. im Anfangsstadium der Gürtelrose) auftreten. Manchmal können sogar leichte Empfindungen wie das Berühren von Kleider oder ein leichter Wind um die Haut Schmerzen verursachen. In schwerwiegenden Fällen ist der Schmerz unerträglich.

Während der akuten Phase von Herpes Zoster (wenn der Ausschlag präsent ist) dauern die Schmerzen im Durchschnitt zwei bis vier Wochen an. Normalerweise löst sich der Schmerz, wenn der Ausschlag verheilt. Allerdings leiden einige Menschen unter langanhaltenden Nervenschmerzen, die monatelang oder sogar jahrelang dauern können. Man nennt dies Post-Zoster-Neuralgie. Mit dem Alter steigt nicht nur das Risiko, an Herpes Zoster zu erkranken, sondern auch, langanhaltende Nervenschmerzen zu entwickeln.

Die Schmerzen im Zusammenhang mit Herpes Zoster können einen negativen Effekt auf das tägliche Leben haben. Eine Mehrheit der Betroffenen gibt an, weniger Freude am Leben zu haben und empfindet Schlaf, die Arbeit und das soziale Leben als beeinträchtigt.

In zehn bis 20 Prozent der Fälle betrifft Gürtelrose das Auge, was zu verschlechtertem Sehvermögen oder sogar Erblindung des entsprechenden Auges führen kann.

Zudem kann Herpes Zoster an der betroffenen Körperseite Verlust des Hörvermögens, Hautinfektionen, bleibende Vernarbung oder seltener periphere Neuropathie (Beschädigung eines Nervs, der die Bewegung kontrolliert) verursachen.

Es ist nicht möglich sich mit Herpes Zoster anzustecken. Herpes Zoster wird nur durch die Reaktivierung des körpereigenen Windpocken Virus verursacht. Der Kontakt mit jemanden, der an Gürtelrose erkrankt ist, hat somit keinen Einfluss auf die eigene Reaktivierung des Windpocken-Virus und kann somit nicht zu einem Herpes Zoster führen. Allerdings können sich Menschen, die noch nie an Windpocken erkrankt sind, an einer Herpes Zoster-Blase an Windpocken anstecken.

Die Therapie des Herpes Zosters und der postherpetischen Neuralgie ist schwierig und komplex. Ärzte können Medikamente verschreiben, um die Symptome zu lindern und Schmerzmittel, um die Schmerzen, die mit Gürtelrose verbunden sind, abzuschwächen. Die Behandlungsart kann von Person zu Person variieren. Damit gewisse Behandlungen überhaupt effektiv sind, ist es wichtig, weniger als 72 Stunden nach Auftreten des Ausschlags damit zu starten.

Die verwendeten Medikamente haben jedoch nur wenig Einfluss auf das Risiko für eine postherpetische Neuralgie.

Unter Umständen kann eine Impfung angebracht sein. Die Impfung wird neu seit November 2017 vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) für immunkompetente Personen im Alter von 65 bis 79 Jahren sowie für in naher Zukunft voraussichtlich bzw. wahrscheinlich immungeschwächte Patientinnen und Patienten im Alter von 50 bis 79 Jahren empfohlen. Für mehr Informationen stehen Ärzte, Apotheker oder anderen Gesundheitsexperten zur Verfügung.

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