HPV: Das Virus im Überblick
HPV ist das häufigste sexuell übertragene Virus weltweit und gilt als hochansteckend. Meist verläuft eine HPV-Infektion ohne Symptome. Doch in einigen Fällen kann das Virus Feigwarzen (Genitalwarzen) und Krebsvorstufen sowie Krebs verursachen. Weltweit lassen sich rund 5% aller Krebserkrankungen auf HPV zurückführen.
HPV - Was ist das?
HPV steht für Humane Papillomaviren. Diese Virenfamilie zählt über 200 verschiedene Virentypen, von denen rund 40 sexuell übertragen werden. Man unterscheidet zwischen Niedrigrisiko-Typen, die Feigwarzen (Genitalwarzen) auslösen können und HPV-Hochrisiko-Typen, die verschiedene Krebsarten verursachen können, darunter Gebärmutterhalskrebs, Analkrebs oder Mund-Rachen-Krebs.
HPV-Übertragung: So kommt es zur Ansteckung
Eine HPV-Infektion kann durch kleinste Hautverletzungen und über direkten Kontakt mit Schleimhaut zustande kommen. Deshalb kannst du dich bereits bei intimem Schleimhaut- und Hautkontakt, etwa beim Petting, mit dem HPV-Virus infizieren. Besonders hoch ist das Ansteckungsrisiko bei ungeschütztem Verkehr. Doch auch Kondome oder Femidome bieten keinen verlässlichen Schutz vor HP-Viren. Auch beim Oral- und Analsex kann es zu einer Ansteckung mit dem HPV-Virus kommen.
5 Fakten über HPV
Es gibt insgesamt 12 Hochrisiko-HPV-Typen, welche zu Krebsvorstufen und Krebs führen können.
Bei 10 % der HPV-Infektionen kann es zu Feigwarzen oder Krebsvorstufen und Krebs kommen.
Eine HPV-Infektion verheilt in 90 % der Fälle von alleine innert ein bis zwei Jahren. Die meisten HPV-Infektionen lösen keine Symptome aus.
Feigwarzen im Genitalbereich und im Analbereich betreffen Frauen und Männer. In seltenen Fällen können die Warzen auch im Mund und auf der Zunge entstehen.
Zu den häufigsten Krebserkrankungen, die durch einen Hochrisiko-HPV-Typ ausgelöst werden können, zählen Gebärmutterhalskrebs, Anal- sowie Mund-Rachen-Krebs.
HPV-Schutz: Präventionsmassnahmen und Impfung
Kondome und Femidome schützen dich zwar vor Geschlechtskrankheiten wie HIV oder Syphilis, gegen eine Infektion mit HPV bieten sie jedoch keinen vollständigen Schutz. Die HPV-Impfung kann Männer und Frauen vor 7 Hochrisiko-Typen schützen, die für 90 % der HPV-verursachten Krebsfälle verantwortlich sind. Zudem werden zwei Niedrigrisiko-Typen abgedeckt, die 90 % der Genitalwarzen verursachen. Bei diesen Warzen handelt es sich eigentlich um gutartige Tumore.
HPV-Hochrisiko-Typen: Was du wissen solltest
Insgesamt gibt es 12 Hochrisiko-Typen unter den HP-Viren. Diese Viren können im Gegensatz zu den Niedrigrisiko-Typen Vorstufen verschiedener Krebsarten und schliesslich Krebs verursachen. Bei Frauen ist der häufigste der Gebärmutterhalskrebs.
Frauen können aber auch an Krebs an der Scheide und der Vulva erkranken. Bei Männern kann es zu Peniskrebs kommen. Zudem können Frauen und Männer an Analkrebs sowie Mund-Rachen-Krebs erkranken.
HPV und Feigwarzen: Das musst du wissen
Gerade weil die meisten Infektionen mit dem HPV-Virus ohne Symptome verlaufen, ist das Risiko einer unwissentlichen Ansteckung mit dem Virus besonders gross. In einigen Fällen kann es zu Feigwarzen (Kondylome) im Genitalbereich kommen. Diese ungefährlichen Hautveränderungen zählen zu den wenigen Symptomen.
Sie werden zu 90 % von den Virentypen HPV 6 und HPV 11 verursacht. Die Warzen entstehen häufig an den Genitalien - etwa der Vagina, der Vulva, am Penis oder im Analbereich.
HPV-Risiken im Überblick
aller HPV-bedingten Krebserkrankungen betreffen Männer.
der weltweiten Krebserkrankungen sind auf Infektionen mit HP-Viren zurückzuführen.
Männer in Europa erkranken jedes Jahr an Analkrebs.
der Analkrebsfälle sind auf eine HPV-Infektion zurückzuführen.
Frauen in der Schweiz sind jährlich mit der Diagnose einer Krebsvorstufe am Gebärmutterhals konfrontiert.
aller infektionsbedingten Krebserkrankungen in den entwickelten Ländern stehen im Zusammenhang mit HPV.
Wo kann ich mich zu HPV beraten lassen?
Falls du aktuell keine Ärztin oder keinen Arzt hast, kannst du in unserem Ärztefinder nach einer Praxis in deiner Nähe suchen, die Beratung zur HPV-Prävention anbieten und am kantonalen HPV-Programm teilnehmen.
*Aktuell können in Apotheken HPV-Impfungen nur für Frauen ab 27 Jahren angeboten werden. Diese Impfungen sind nicht im kantonalen Programm enthalten, was bedeutet, dass die Kosten selbst getragen werden müssen. Bei einer vorhandenen Zusatzversicherung besteht die Möglichkeit, dass die Kosten teilweise übernommen werden.
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