Wenn plötzlich alles anders wird

Deborah

Deborah erhielt die Diagnose innerhalb eines Monats. Die Erkrankung veränderte ihr Leben tiefgreifend. Dank kontinuierlicher medizinischer Betreuung und die Unterstützung ihres Umfelds lebt sie heute ein erfülltes Leben.

Ein stilles Familienerbe

Die 41-jährige Deborah trägt ein Familienerbe in sich: Ihr Vater und ihr Bruder sind beide Träger von PAH, ohne selbst Symptome zu haben. Als 33-Jährige, voller Energie und Tatendrang, meistert sie zwei spannende Karrieren, zieht ihre kleine Tochter gross und geniesst ihre Beziehung. Doch plötzlich quält sie ständige Atemnot.

Das Glück einer schnellen Diagnose

Auf Anraten eines Klienten sucht Deborah einen Arzt auf, der sie ernst nimmt. Er überweist sie an Spezialist:innen, und innerhalb eines Monats steht die Diagnose fest: fortgeschrittene, unheilbare und komplizierte pulmonale arterielle Hypertonie. Die Ärzt:innen versprechen, alles daran zu setzen, ihre Lebensqualität zu verbessern. Es ist ein riesiger Schock, ein lebensveränderndes Ereignis.

Emotionale und zwischenmenschliche Herausforderungen

Ein Jahr später trennt sich Deborah von ihrem Partner, da ihre Krankheit die Beziehung zu sehr belastet. Sie meidet Selbsthilfegruppen, aus Angst, dort auf noch schwerere Fälle zu stossen. Sie verliert Freund:innen, die ihrer Krankheit mit Unverständnis und fehlender Empathie begegnen. Am schwersten fällt ihr die Trauer darüber, aufgrund ihrer Krankheit kein zweites Kind bekommen zu können. Dieser Verlust der Mutterschaft verfolgt sie bis heute, doch mit der Zeit lernt sie, ihr Schicksal zu akzeptieren, und sie konzentriert sich voll und ganz auf die Erziehung ihrer einzigen Tochter. Diese Prüfungen stärken sie und lehren sie, Freundschaften und Beziehungen bewusster zu wählen. Glücklicherweise stehen ihr ihre Eltern und ihr jetziger Partner, mit dem sie seit sechs Jahren zusammenlebt und den sie vor drei Jahren geheiratet hat, ihr unerschütterlich zur Seite.

Ein erfülltes Leben heute

Heute ist Deborahs Alltag stabiler, unterstützt durch eine kontinuierliche medizinische Betreuung. Ihre Ärzt:innen und das Pflegeteam stehen ihr bei Fragen regelmässig zur Seite. Diese Unterstützung gibt ihr Sicherheit im Alltag. Sie beschreibt diese Begleitung als wichtige Stütze im Umgang mit der Erkrankung.

 

Herausgeber: Helvète Media Sàrl 
Autorin: Adeline Beijns 
Veröffentlicht im März 2026 im Gesundheitsecho sowie in Salle d’attente

Was ist pulmonale arterielle Hypertonie (PAH)?
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