Zur medikamentösen Therapie gibt es mittlerweile eine Vielzahl an unterschiedlichen Substanzen. Die zuständigen Ärztinnen und Ärzte entscheiden basierend auf der Krankheitsgeschichte, welche Wirkstoffe am besten geeignet sind.
Therapie
Eine wirksame HIV-Therapie reduziert die Viruslast so stark, dass die Übertragung von HIV auf andere nicht mehr möglich ist.
Generell wird eine HIV infizierte Person immer mit mehreren Wirkstoffen, also einer Kombinationstherapie behandelt. Vorteil ist unter anderem, dass dadurch Resistenzen vermieden werden. Die konsequente Einnahme und regelmässige Kontrollen sind für eine erfolgreiche Therapie Voraussetzung.
Ist eine mit HIV infizierte Person auf eine wirksame HIV-Therapie eingestellt, wirkt sich das positiv auf ihren Gesundheitszustand, die Lebensqualität und die Lebenserwartung aus. Die lebenslange Einnahme ist jedoch Voraussetzung und die HIV-Erkrankung bleibt aktuell nach wie vor unheilbar.
Wer ein erhöhtes HIV-Risiko hat oder einer möglichen Exposition ausgesetzt war, sollte sich über Präexpositions-Prophylaxe & Post-Expositionsprophylaxe informieren.
PrEP (Präexpositions-Prophylaxe)
Dabei handelt es sich um eine medikamentöse Prophylaxe. Die Einnahme führt zu einem zuverlässigen Schutz vor HIV unabhängig vom HIV-Status des Sexualpartners/der Sexualpartnerin. Die PrEP schützt ausschliesslich vor HIV und nicht vor anderen STI.
Wann wird PrEP in Erwägung gezogen?
PrEP wird durch eine ärztliche Fachperson verschrieben. Es müssen bestimmte Kriterien erfüllt werden. Vor PrEP-Beginn findet ein ärztliches Gespräch statt und es wird auf HIV, wie auch STI getestet. Vor Beginn der Therapie darf keine HIV-Infektion vorliegen. In regelmässigen Abständen werden Tests durchgeführt. Die Kosten werden in bestimmten Fällen seit Juli 2024 von der Krankenkasse übernommen.

Wichtig ist der rechtzeitige Beginn mit der Behandlung.
Damit ein Schutz durch die PrEP gewährleistet ist, muss rechtzeitig mit der Behandlung begonnen werden und auch nach dem letzten Sex ausreichend lange fortgesetzt werden.
PEP (Post-Expositionsprophylaxe)
Notfallmedikation – PEP (Post-Expositionsprophylaxe)
Es handelt sich dabei um eine medizinische Notfallbehandlung. Ziel ist die Verhinderung einer HIV-Infektion nach einem Kontakt mit einem gesicherten HIV-positiven Kontakt. Sie dauert vier Wochen und wird ärztlich verschrieben. Es gibt strenge Richtlinien für die Einnahme des Medikaments. Eine Behandlung wird immer ärztlich begleitet, um die Risiken und Nebenwirkungen der PEP abzuschätzen und um im Vorfeld weitere Tests und Untersuchungen durchzuführen.

Wichtig ist schnell zu handeln.
Bereits 6-8 Stunden nach der Risikosituation sinken die Erfolgschancen. Nach 48 Stunden ist eine PEP nicht mehr sinnvoll. Bei Verdacht ist eine örtliche Notaufnahme aufzusuchen.
Definition, Übertragung, Effekt auf den Körper
Teststellen, Arten von Tests, FAQ’s
Schwächung des Immunsystems, Unterscheidung HIV und AIDS
Kombinationspräparate, PrEP und PEP
Sexuelle Übertragung, Drogenkonsum & andere Übertragungsmöglichkeiten
Rechtliche Fragen, Anlaufstellen, Anonymität
Verlauf der Erkrankung, Symptome