Pneumokokken-Impfung: die offiziellen Empfehlungen in der Schweiz

In der Schweiz wird die Pneumokokken-Impfung als Basisimpfung für Säuglinge und als ergänzende Impfung für alle Personen ab 65 Jahren empfohlen. Für bisher nicht entsprechend geimpfte Personen ab 65 Jahren sieht der Schweizerische Impfplan grundsätzlich eine einmalige Impfdosis mit einem Pneumokokken-Konjugatimpfstoff vor. Für Menschen mit bestimmten Erkrankungen oder einem erhöhten Risiko gelten zusätzliche Empfehlungen.

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Diese Informationen ersetzen keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung.
Bei Fragen zur persönlichen Impfsituation sollten Sie sich an eine Ärztin, einen Arzt oder eine entsprechend qualifizierte Fachperson wenden.

Für wen ist die Impfung empfohlen?

Der Schweizerische Impfplan unterscheidet bei der Pneumokokken-Impfung zwischen einer Basisimpfung im Säuglingsalter, einer altersabhängigen ergänzenden Impfung und Impfempfehlungen für Personen mit bestimmten Risikofaktoren.

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Säuglingen wird die Pneumokokken-Impfung in der Schweiz als Basisimpfung empfohlen. Die Grundimmunisierung erfolgt im ersten Lebensjahr in mehreren Dosen.

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Personen ab 65 Jahren wird unabhängig von weiteren Vorerkrankungen eine ergänzende Pneumokokken-Impfung empfohlen. Das Alter ab 65 Jahren gilt dabei selbst als Risikofaktor für schwere Pneumokokken-Erkrankungen. Bestehen zusätzlich Grunderkrankungen, kann das Risiko weiter erhöht sein.

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Darüber hinaus wird die Schutzimpfung Menschen mit bestimmten Erkrankungen oder einer beeinträchtigten Immunabwehr empfohlen. Dazu gehören je nach Ausprägung beispielsweise schwere Herz- oder Lungenerkrankungen, bestimmte Nieren- oder Lebererkrankungen, Diabetes mit Organbeteiligung sowie Erkrankungen oder Behandlungen, die das Immunsystem beeinträchtigen. Auch Menschen mit bestimmten Krebserkrankungen, nach einer Transplantation oder mit einer HIV-Infektion können zu den Risikogruppen gehören.

Welche Empfehlung für eine einzelne Person gilt, hängt deshalb nicht allein vom Alter ab, sondern auch vom Gesundheitszustand, vorhandenen Vorerkrankungen, der Behandlung und von bereits erfolgten Pneumokokken-Impfungen.

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Wie wird der Schweizer Impfplan
umgesetzt?

Für Personen ab 65 Jahren, die bisher keine entsprechende Pneumokokken-Konjugatimpfung erhalten haben, wird grundsätzlich eine einmalige Impfdosis empfohlen. Eine regelmässige Auffrischimpfung ist für diese Altersgruppe derzeit nicht vorgesehen.

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Ob nach einer früheren Pneumokokken-Impfung noch eine weitere Impfdosis empfohlen wird, hängt davon ab, welcher Impfstoff zuvor verwendet wurde und wann die Impfung stattgefunden hat. Bei bestimmten früheren Impfungen kann eine einmalige zusätzliche Dosis zur Erweiterung der abgedeckten Pneumokokken-Serotypen empfohlen werden. Diese zusätzliche Dosis wird ausdrücklich nicht als routinemässige Auffrischimpfung verstanden.

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Für Risikopersonen können andere Impfschemata gelten. Dies betrifft insbesondere spezielle Situationen wie bestimmte Formen einer Immunschwäche oder eine Organ- beziehungsweise Stammzelltransplantation.

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Auch bei Kindern richtet sich die Anzahl der Impfungen nach Alter und Risikoprofil. Säuglinge ohne zusätzliche Risikofaktoren erhalten die Pneumokokken-Impfung als Basisimpfung nach dem im Schweizerischen Impfplan festgelegten Mehrdosen-Schema.

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Wer bereits gegen Pneumokokken geimpft wurde und nicht weiss, ob eine weitere Impfung erforderlich ist, sollte deshalb den persönlichen Impfstatus anhand des aktuellen Schweizerischen Impfplans prüfen lassen.

Wo kann man sich impfen lassen?

Eine Pneumokokken-Impfung kann beispielsweise in einer Arztpraxis durchgeführt werden. In der Schweiz bieten darüber hinaus zahlreiche Apotheken Impfungen und Impfberatungen an.

 

Das Impfen in Apotheken ist in der Schweiz kantonal geregelt. Mittlerweile ist das Impfen in Apotheken grundsätzlich in allen Kantonen möglich, allerdings unterscheiden sich die erlaubten Impfungen und Voraussetzungen von Kanton zu Kanton.

 

Auch die Pneumokokken-Impfung wird in vielen Schweizer Kantonen in Apotheken angeboten, jedoch nicht überall unter denselben Bedingungen. Ob eine konkrete Apotheke gegen Pneumokokken impfen darf und für welche Personen dies möglich ist, richtet sich nach den jeweiligen kantonalen Bestimmungen.

 

Das Impfangebot in Apotheken richtet sich grundsätzlich an erwachsene Personen ab 18 Jahren, bei denen die Impfung kein besonderes Risiko darstellt. Impfende Apothekerinnen und Apotheker müssen die dafür vorgeschriebenen Ausbildungs- beziehungsweise Bewilligungsvoraussetzungen erfüllen.

 

Wer sich in einer Apotheke gegen Pneumokokken impfen lassen möchte, kann daher vorab nachfragen, ob diese Impfung dort angeboten wird und ob die persönlichen Voraussetzungen erfüllt sind.

Was ist bei der Impfung zu erwarten?

Wie bei anderen Impfungen können auch nach einer Pneumokokken-Impfung vorübergehende Impfreaktionen auftreten.

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Zu den beschriebenen Reaktionen gehören Schmerzen, Rötung oder Schwellung an der Einstichstelle. Auch allgemeine Beschwerden wie Müdigkeit, Kopf- oder Muskelschmerzen sowie Fieber können auftreten.

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Bei Kindern gehören neben lokalen Reaktionen beispielsweise Fieber, Reizbarkeit und vorübergehend verminderter Appetit zu den beschriebenen Reaktionen.

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Die meisten typischen Impfreaktionen treten zeitnah nach der Impfung auf und sind vorübergehend. Welche Nebenwirkungen und Vorsichtsmassnahmen für den konkret verwendeten Impfstoff gelten, besprechen Sie mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin.

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Bei ungewöhnlich starken oder anhaltenden Beschwerden nach einer Impfung sollte medizinischer Rat eingeholt werden. 

 

Warum die Impfung für Menschen ab 65
Jahren empfohlen wird

Pneumokokken sind Bakterien, die den Nasen-Rachen-Raum besiedeln können und verschiedene Pneumokokken-Erkrankungen verursachen. Dazu gehören unter anderem eine Lungenentzündung, Mittelohrentzündung, Hirnhautentzündung und Blutstrominfektionen.

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Menschen ab 65 Jahren sind in der Schweiz im Vergleich zu jüngeren Altersgruppen besonders von schweren Pneumokokken-Erkrankungen betroffen. Das Alter ab 65 Jahren wird deshalb im Schweizerischen Impfplan als eigenständiger Risikofaktor berücksichtigt.

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Mit zunehmendem Alter verändern sich verschiedene Bestandteile der Immunantwort sowie Schutzmechanismen der Atemwege. Dadurch können Krankheitserreger weniger wirksam abgewehrt werden.

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Zusätzlich treten mit zunehmendem Alter häufiger chronische Erkrankungen auf, die das Risiko für schwere Pneumokokken-Erkrankungen weiter erhöhen können. Zu diesen Risikofaktoren gehören beispielsweise bestimmte Erkrankungen des Herzens oder der Lunge sowie Diabetes. Schwere Pneumokokken-Erkrankungen können neben einer Lungenentzündung auch eine invasive Infektion wie eine Meningitis oder Blutstrominfektion umfassen.

Mögliche Folgen einer Lungenentzündung

Häufige Fragen zu den Impfempfehlungen

Wie oft muss man sich gegen Pneumokokken impfen lassen?

Für bisher nicht entsprechend geimpfte Personen ab 65 Jahren wird grundsätzlich laut Schweizer Impfplan eine einmalige Pneumokokken-Impfung empfohlen. Eine routinemässige regelmässige Auffrischung ist derzeit nicht vorgesehen.

Mögliche Folgen einer Lungenentzündung

Ab welchem Alter wird die Pneumokokken-Impfung im Schweizer Impfplan empfohlen?

Die Impfung wird in der Schweiz als Basisimpfung für Säuglinge und als ergänzende Impfung für alle Personen ab 65 Jahren empfohlen. Für Personen mit bestimmten Risikofaktoren gelten zusätzliche Empfehlungen.

Wer sollte sich impfen lassen?

Wer sollte sich gegen Pneumokokken impfen lassen?

Neben Säuglingen und Personen ab 65 Jahren wird die Impfung Menschen mit bestimmten chronischen Erkrankungen, einer Immunschwäche oder anderen Risikofaktoren empfohlen. Welche Empfehlung gilt, hängt von der individuellen gesundheitlichen Situation ab.

Wer sollte sich in der Schweiz impfen lassen?

Kann man sich in der Apotheke gegen Pneumokokken impfen lassen?

Ja, in vielen Schweizer Kantonen kann die Pneumokokken-Impfung auch in Apotheken angeboten werden. Ob dies möglich ist, hängt von den kantonalen Vorschriften und der persönlichen gesundheitlichen Situation ab.

Wo kann man sich impfen lassen?

Welche Nebenwirkungen kann die Pneumokokken-Impfung haben?

Mögliche Impfreaktionen sind Schmerzen, Rötung oder Schwellung an der Einstichstelle sowie vorübergehende Allgemeinbeschwerden wie Müdigkeit, Kopf- oder Muskelschmerzen oder Fieber.

Was ist bei der Impfung zu erwarten?

Wo finde ich die offiziellen Empfehlungen zur Pneumokokken-Impfung?

Die offiziellen Schweizer Empfehlungen werden vom Bundesamt für Gesundheit und der Eidgenössischen Kommission für Impffragen im Schweizerischen Impfplan und in ergänzenden Stellungnahmen veröffentlicht. Auch Infovac stellt aktuelle Informationen zur Pneumokokken-Impfung in der Schweiz bereit.  

Schweizerischer Impfplan

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