Verlauf der axialen Spondyloarthritis (axSpA)

Der Verlauf der Erkrankung ist sehr unterschiedlich und lässt sich für den einzelnen Patienten nicht vorhersagen:

  • Die axiale SpA kann sowohl stetig voranschreiten als auch in Schüben verlaufen, die von unterschiedlich langen beschwerdefreien Phasen unterbrochen werden. Auch ein Stillstand der Erkrankung ist möglich.
     
  • Bei einigen Patienten kann sich aus der Frühform, der nicht-radiographischen axialen Spondyloarthritis, die fortgeschrittene Form Morbus Bechterew entwickeln. Allerdings gibt es auch Patienten, die sich über Jahre im frühen Stadium der Erkrankung befinden.
     
  • Bei manchen Menschen verläuft die Krankheit relativ mild und es zeigen sich kaum Symptome, während andere über starke Schmerzen berichten und eine deutliche Beeinträchtigung der Beweglichkeit der Wirbelsäule aufweisen.
     

Veränderungen an der Wirbelsäule

Häufig beginnt die axiale Spondyloarthritis mit ihren beiden Formen mit einer Entzündung im Kreuzdarmbeingelenk (auch Sakroiliakalgelenk). Bedingt durch die Entzündung kann es im Verlauf der Erkrankung zu einem knöchernen Umbau an den Wirbeln kommen.

Im weiteren Verlauf kann sich die Entzündung auf die gesamte Wirbelsäule ausdehnen und zu einer zunehmenden Verknöcherung mit Versteifung der Wirbelknochen führen. Dies kann mit einer deutlichen Einschränkung der Beweglichkeit der Wirbelsäule und einer mehr oder weniger nach vorn gebeugten Haltung durch die Krümmung der Wirbelsäule einhergehen.

Dieser Prozess kann sich über viele Jahre hinziehen. Es muss jedoch nicht in jedem Fall zu einer ernsthaften Einschränkung der Funktionsfähigkeit kommen, auch eher milde Verlaufsformen sind möglich.


Regelmässige Überprüfung des Krankheitsverlaufs

Der Verlauf der Erkrankung sollte regelmässig überprüft werden. Ist eine Anpassung der Therapie notwendig, so kann dies frühzeitig erkannt und umgesetzt werden. Wichtig ist, dass der Patient sich regelmässig bewegt und seine Beweglichkeit beobachtet.

Patienten-Apps, standardisierte Fragebögen und Untersuchungsmethoden zur Beurteilung der Krankheitsaktivität unterstützen dabei den Patienten und den behandelnden Rheumatologen.

Wenn Beschwerden auftreten, die auf den ersten Blick scheinbar nichts mit einer axSpA zu tun haben, sollten sie beim nächsten Arztbesuch dennoch zur Sprache kommen. Möglicherweise kann eine Anpassung der spezifischen Therapie dabei helfen, auch diesen Beschwerden zu begegnen.


Experten regelmässig einbeziehen

Ein Termin beim Rheumatologen sollte nicht nur zur Diagnosefindung und bei akuten Schüben vereinbart werden. Regelmässige Untersuchungen ermöglichen dem Facharzt, den weiteren Verlauf dieser entzündlich rheumatischen Erkrankung zu beurteilen, bei Bedarf die Therapie anzupassen und gegebenenfalls weitere Experten hinzuziehen (z. B. Augenarzt, Hautarzt, Gastroenterologe).

Die axiale Spondyloarthritis (axSpA) ist bis heute nicht heilbar, lässt sich aber im Verlauf entscheidend beeinflussen:

Mit den heute zur Verfügung stehenden Medikamenten kann in vielen Fällen die Entzündung schnell und anhaltend reduziert werden. Mit einer regelmässigen spezifischen Gymnastik kann in vielen Fällen ausserdem die Beweglichkeit weitgehend bewahrt bleiben.

CH-NON-00025; 04/2020

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